[Hörbuch Rezension] Todesfrist von Andreas Gruber




Laufzeit: 12 Stunden 41 Minuten
Reihe: 1 / 4
Preis: 12,99 €
ISBN: 978-3844525397
Originaltitel: -








Ein Serienmörder treibt sein Unwesen – und ein altes Kinderbuch dient ihm als grausame Inspiration.

»Wenn Sie innerhalb von 48 Stunden herausfinden, warum ich diese Frau entführt habe, bleibt sie am Leben. Falls nicht – stirbt sie.« Mit dieser Botschaft beginnt das perverse Spiel eines Serienmörders. Er lässt seine Opfer verhungern, ertränkt sie in Tinte oder umhüllt sie bei lebendigem Leib mit Beton. Verzweifelt sucht die Münchner Kommissarin Sabine Nemez nach einer Erklärung, einem Motiv. Erst als sie einen niederländischen Kollegen hinzuzieht, entdecken sie zumindest ein Muster: Ein altes Kinderbuch dient dem Täter als grausame Inspiration – und das birgt noch viele Ideen ...
Bild- und Textquelle: Der Hörverlag





Das Cover zeigt eine blutverschmierte Schere mit einem dicken Blutfleck im Hintergrund. Das weckt einerseits das Interesse des geneigten Lesers von brutalen Thrillern, andererseits passt es im Nachhinein mehr als perfekt zum Inhalt! Grandios!

Die Grundidee der Story ist sehr interessant. Ein Serienmörder nimmt sich ein altes Kinderbuch als Vorbild und lässt sich davon "inspirieren". Die vielfältigen Todesarten sind eines der vielen Highlights des Buches. Natürlich sind diese teilweise sehr brutal in Szene gesetzt, weshalb ich hier mal wieder eine Empfehlung nur für unempfindliche Leser aussprechen kann ;)

Das Buch wird wesentlich von den beiden Hauptcharakteren getragen:
Sabine Nemez, eigentlich eine ganz gewöhnliche Kommissarin des Kriminaldauerdienstes aus München, wird auf tragische Weise in den Fall hineingezogen. Sie weiß zunächst nicht weiter, bis ein Experte des BKA hinzugezogen wird: Der niederländische Ermittler Maarten S. Sneijder. Ganz wichtig: mit dem "S." in der Mitte, sonst wird er ungemütlich! Das zeigt schon eine der vielen Facetten dieses polarisierenden Charakters, dem man im echten Leben lieber nicht begegnen will… Dabei will ich es auch belassen, denn Maarten birgt die eine oder andere Überraschung die dem Leser oder Zuhörer (seinen armen Kollegen dafür eher weniger) viel Spaß bereiten wird. Zusammen mit Sabine Nemez macht er sich an die Lösung des Falles, was die beiden an unterschiedliche Orte in Deutschland und auch ins österreichische Wien führt. Diese abwechslungsreichen Schauplätze lassen es nicht langweilig werden!

Das Hörbuch wird in Fassung, die ich gehört habe, von Doris Wolters gesprochen. Gerade habe ich gesehen, dass es eine neue Version gibt, die von Achim Buch (der auch die beiden Nachfolger übernommen hat) gesprochen wird. Mir hat die Stimme und der niederländische Akzent, den Doris Wolters in den Dialogen von Maarten S. Sneijder imitiert, sehr gut gefallen und ich hatte großen Spaß beim Zuhören. Die beiden von Achim Buch gesprochenen Nachfolger fand ich noch einen Tick besser umgesetzt, also würde ich nun zu dieser Version von "Todesfrist" greifen.




"Todesfrist" von Andreas Gruber ist ein spannender, abwechslungsreicher und zuweilen brutaler Thriller mit einem sehr polarisierenden Hauptcharakter. Mir gefallen dessen Eigenheiten und die Vorgehensweise sehr gut, ebenso wie die Geschichte und die abwechslungsreichen Schauplätze, weshalb ich direkt mit dem nächsten Teil "Todesurteil" weiterhören werde!




  
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  • Todesmärchen
  • Todesreigen (Erscheint am 21. August 2017)






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