[Rezension] Chris und Sara - Die Geschichte einer verbotenen Liebe von Hannah Ben



Seiten: 384
Reihe: -
Preis: 9,99 €
ISBN: 978-1511448796
Originaltitel: -






Chris ist arrogant. Er ist ein Arschloch. Er stammt aus gutem Elternhaus und steht kurz vor dem Abi. Er denkt einzig und allein an sich selbst und hat nicht das geringste Problem damit. Und Chris hat ein Verhältnis mit seiner Schwester Sara. Bis die beiden in flagranti erwischt werden. Eine Talfahrt aus Verwirrung und Chaos beginnt und treibt die Beziehung der beiden an ihre Grenzen. Sara muss auf ein Internat, während Chris sich zusammen mit seinem Kumpel Mark ins Partyleben der Oberschicht flüchtet. Gelingt es ihm, seine Zwillingsschwester zu vergessen und sich selbst zu täuschen? Oder gibt es am Ende einen anderen Weg, der die beiden doch noch zusammenführt?
Bild- und Textquelle: CreateSpace Independent Publishing Platform




Das Cover gefällt mir sehr. Es zeigt die beiden hübschen Hauptprotagonisten und macht große Lust auf mehr!





Sara stöhnte leise.




Die Geschichte beginnt gleich rasant. Die Zwillinge Chris und Sara werden beim Sex von ihren Eltern erwischt. Die Mutter ist schockiert und der Vater, der Chris eh nicht leiden kann, bezichtigt seinen Sohn der Vergewaltigung, verprügelt ihn und setzt ihn danach auf die Straße.
Ein Katz- und Mausspiel beginnt, denn die beiden können nicht ohne einander, dürfen sich aber auch nicht erwischen lassen und sehen sich mit vielen Problemen konfrontiert...

Chris ist ein unsympathischer Protagonist. Aber zu seiner Schwester Sara ist er immer lieb, versucht ihr alles recht zu machen und will, dass es ihr gut geht. Alleine könnte er das alles gar nicht bewältigen, aber mit seinem besten Freund der ihn immer unterstützt und nicht verurteilt schafft er so ziemlich alles.

Sara ist ein liebes Mädchen, das aber auch weiß was sie will. Ihren Bruder zum Beispiel. Dafür riskiert sie auch das gute Verhältnis mit ihren Eltern. Ansonsten ist sie leider ziemlich blass geblieben...

Die Geschichte hat es aber leider nicht geschafft zu mir durchzudringen und mich richtig zu berühren. Nur am Ende für einen kurzen Moment konnte sie Emotionen hervorlocken, das war aber für ein tolles Leseerlebnis zu wenig. Die Themen des Buches regen zum nachdenken an und mit der Wendung der Story habe ich so nicht gerechnet. Es war eine, hm wie soll ich sagen, elegante Lösung. Der Schreibstil von Hannah Ben ist einfach und leicht verständlich, trotzdem hatte ich hin und wieder Holperer und keinen flüssigen Lesefluss. Der Charakter Chris, aus dessen Sicht die Geschichte erzählt wird, ist ein, pardon, unsympathisches Arschloch. Er ist eigentlich nur am fluchen oder dabei anderen irgendwelche ordinären Wörter an den Kopf zu werfen. Auch hat mir bei Geschichte und Charakteren die Tiefe gefehlt, das "warum"... Alles in allem ist der Ansatz wirklich toll und interessant, aber zu wenig um zu überzeugen oder mir ein spannendes Leseerlebnis zu bieten. Leider. :(





"Chris & Sara - Die Geschichte einer verbotenen Liebe" bietet eine ungewöhnliche Storyidee mit Aspekten die unter die Haut gehen und zum nachdenken anregen. Leider konnte mich die Geschichte nicht fesseln und überzeugen, weshalb es nur bei der guten Idee bleibt. Zu wenig für ein tolles Leseerlebnis, aber wen das Buch interessiert der sollte trotzdem mal reinlesen.





Kommentare:

  1. Am Anfang habe ich noch gedacht, oh, dass ich ja ein interessantes Buch mit rasanten Thema. Doch nach deiner Rezension lasse ich doch lieber die Finger davon.

    Liebe Grüße,
    Vanessa

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    1. Hallo Vanessa,

      das Thema ist auch interessant, aber mich konnte es leider nicht überzeugen. :( Bei Amazon gibt es auch noch andere Meinungen zum Buch :)

      Lg
      Micha

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