[Rezension] Der Duft von Erde und Zitronen von Margherita Oggero






Verlag: DVA
Seiten: 320
ISBN: 978-3421045539
Reihe: Nein
Leseprobe




Inhalt:
Ein fesselnder Sommerroman – kraftvoll und emotional
Wie eine Gefangene lebt Imma in der Wohnung einer Tante hoch im Norden Italiens, weit weg von ihrem Heimatdorf bei Neapel. Die Dreizehnjährige ist in großer Gefahr, denn als der Sohn des Clanchefs sie zu vergewaltigen versuchte, schlug sie mit einem Stein zu. Jetzt soll sie dafür bezahlen. In der Einsamkeit der endlos scheinenden Tage wird Immas Wunsch nach Freiheit immer größer, bis sie sich schließlich stundenweise hinausschleichen kann und den jungen Buchhändler Paolo kennenlernt. Seine Bücher eröffnen ihr eine neue Welt und geben ihr den Mut, ihr Schicksal selbst in die Hand zu nehmen. 
Einfühlsam, emotionsgeladen und voll Spannung ist „Der Duft von Erde und Zitronen”. Margherita Oggero entführt uns in die fast noch archaische Welt des italienischen Südens, in der ein Mädchen schließlich durch die Liebe zur Literatur den Mut findet, ihren eigenen Weg zu gehen.
Cover:
Das Buchcover gefällt mir sehr gut, es zeigt Imma wie sie aus dem Fenster schaut. Es ist irgendwie melancholisch und verträumt zugleich, sehr passend zu Imma und der Geschichte. Auch der Titel ist für mich passender als es jeder andere je hätte sein können, er erinnert an eine ganz bestimmte Person aus dem Buch.
Im Vergleich zum Originalcover (rechts) finde ich das deutsche ein bisschen schöner, kraftvoller und farbenfroher. 
Meine Meinung:
In dem Buch geht es um die 13-jährige Imma. Sie lebt versteckt bei ihrer (Ex)Tante und keiner darf wissen, dass sie da ist. Deswegen schaut sie die meiste Zeit des Tages aus dem Fenster und schwelgt in Erinnerungen.
In diesen Erinnerungen und auch in „Rückblenden“ erfährt man viel über Imma und über ihre Familie, die mehr als einmal ein tragisches Schicksal erleiden muss. 
Man erfährt auch wie Imma überhaupt bei der Tante gelandet ist:
Nach dem Tod ihrer Mutter wuchs Imma bei ihren Großeltern auf, bis sie eines Tages auf Enzino trifft, den Sohn des Mafia-Bosses. Dieser versucht sie zu vergewaltigen. Aber Imma wehrt sich und schlägt Enzino mit einem Stein nieder. In dem glauben diesen getötet zu haben kommt sie nach Hause und erzählt alles. Ihr Onkel entscheidet Imma, zu ihrer aller Sicherheit, aus der Stadt zu schaffen. So landet Imma bei Rosaria, der „Tante“. 
Dort eingesperrt lebt Imma vor sich hin. Sie darf nicht raus, keiner darf wissen dass es sie gibt und nicht einmal fern schauen oder eine andere Beschäftigung hat sie. Sie hadert mit ihrem Schicksal und fühlt sich von der Tante ungeliebt (diese beachtet Imma am Anfang kaum). Irgendwann findet sie einen Schlüssel, der tatsächlich der Haustürschlüssel ist und sie schafft es sich hinaus zu schleichen. Auf einem Markt lernt sie den Buchhändler Paolo kennen. Die Bücher die sie bei ihm kauft oder geschenkt bekommt, machen ihr Mut und helfen ihr mit ihrer Situation klar zu kommen und machen sie auch ein Stück weit stärker. Von nun an schleicht sie sich immer raus um ihn zu treffen und neue Bücher zu kaufen (meistens schenkt er ihr die Bücher =) ). Die Tante bekommt von alldem nichts mit. 
Eines Tages sieht Imma beim täglichen aus dem Fenster schauen einen Wagen in die Straße fahren, es steigen zwei Typen aus die sie sofort erkennt. Es sind die Handlanger von Enzino und bestimmt gekommen um Imma umzubringen. 
Was wird aus Imma werden? Lest es selbst, es lohnt sich... =)
Auch schön sind die Entwicklungen der Charaktere, vor allem Imma wird im Laufe der Geschichte „stärker“ und auch die Beziehung zu ihrer Ex-Tante, dann nur noch Tante, verändert sich und wird liebevoller. (Das merkt man auch daran, dass sie irgendwann das Ex bei Tante weglässt.) 
Fazit: 
Das Buch ist nicht einfach zu lesen, aber absolut lesenswert. Die Geschichte ist so realitätsnah und so tragisch, dass man einfach mit allen Personen mitleidet und vor allem für Imma hofft, dass sie ihr Glück findet und ihren Weg gehen kann. Mehr als einmal standen mir die Tränen in den Augen, aber das Ende des Buches hat mich „versöhnt“ =)
Ist das Buch am Anfang noch recht verwirrend mit den ganzen vielen Personen und Zeitsprüngen, so spannend bleibt es bis zum Schluss weil man immer mehr Puzzleteile bekommt und am Ende alles nahtlos zusammen passt und man endlich alle Geschehnisse versteht.
Das Ende bleibt „offen“, der Leser kann sich selbst aussuchen wie Immas Geschichte endet. Obwohl ich diese Art Ende überhaupt nicht mag, war ich nicht unzufrieden damit. Die Wendungen der Geschichte gegen Ende des Buches zeigen für mich persönlich auf ein „Happy End“, wenn man das in Immas Fall so sagen kann. Sie wird ihre Vergangenheit sicher nie vergessen, aber trotzdem ihren Weg gehen...
Bewertung:


Kommentare:

  1. Hey Micha,

    ich freue mich, dass Du auf meinen Blog gestoßen bist und gefallen daran gefunden hast und Dich sogar als Leserin eingetragen hast :)

    Mir gefällt Dein Blog ebenfalls sehr gut und ich werde Dich jetzt regelmäßig "stalken" ;)

    Sehr schöne Rezi übrigens :)

    Viele liebe Grüße und noch einen schönen Feiertag,
    Nina

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  2. Super Rezi! Das Cover gefällt mir übrigends auch! Dein Blog ist ürbigends wahnsinnig schön. :)

    UND DIE FRÖSCHE SIND SO SÜÜÜSS!! *kreisch* sry.. ;)

    GLG Elle

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